Corona: Hamburger Senat beschließt Härtefall-Finanzierung

Weitere 40 Millionen Euro für die Hamburger Wirtschaft. Unterstützung für von bisherigen Hilfen ausgenommenen Unternehmen und Selbstständige
29. April 2021
City Hall Hamburg

Der Hamburger Senat hat die Freigabe einer Härtefall-Finanzierung für durch die Corona-Pandemie in Not geratene Unternehmen beschlossen. Der neue Fonds soll diejenigen Betriebe und Selbstständigen unterstützen, die durch das Raster der bisherigen Hamburger und Bundeshilfen gefallen waren. Für die Hamburger Wirtschaft stehen durch den Beschluss insgesamt 38,36 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können voraussichtlich ab Anfang Mai über die Website der IFB Hamburg gestellt werden.

Härtefall-Fonds soll insbesondere Soloselbstständigen helfen

„Wir wollen, dass kein Unternehmen, das unverschuldet in der Corona-Krise in Not ist, durch den Rost fällt, sagt Finanzsenator Andreas Dressel. Vor allem Soloselbstständige sollen von pragmatischen Härtefallregelungen profitieren, so Dressel. So habe Hamburg neben dem üblichen Antragsweg über prüfende Dritte (Förderhöhen bis zu 100.000 Euro möglich) auch die Möglichkeit einer Direktantragsstellung für Soloselbständige (Förderhöhen bis zu 7.500 Euro) geschaffen. Astrid Nissen-Schmidt, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, bezeichnet die Härtfall-Finanzierung als „wichtige Maßnahme gegen eine drohende Insolvenzwelle. Entscheidend sei nun eine pragmatische und rasche Abwicklung der Anträge, damit das Geld schnell ankomme.

Hintergrund der Förderung ist ein Beschluss von Bund und Ländern, die sich im März auf einen Härtefall-Fonds von insgesamt 1,5 Milliarden Euro geeinigt hatten. Die Hamburger Hilfen in Höhe von rund 40 Millionen Euro werden je zur Hälfte durch Hamburg und den Bund finanziert.
tn/sb/kk