Hamburger Unternehmen befürworten 3G-Regelung am Arbeitsplatz

Blitzumfrage der Handelskammer: Drei von vier Unternehmen sprechen sich für geplante Maßnahmen zu 3G aus
23. November 2021
Hamburg's Chamber of Commerce

Eine große Mehrheit der Unternehmen in Hamburg befürwortet die geplanten Corona-Maßnahmen zu 3G am Arbeitsplatz. Das ergab eine Blitzumfrage der Handelskammer Hamburg unter 405 Betrieben aus allen Branchen. Demnach sprechen sich drei von vier befragten Unternehmen für die 3G-Regelung aus. Lediglich 22 Prozent stehen den Maßnahmen kritisch gegenüber. Die vom Bundestag verabschiedete 3G-Regel am Arbeitsplatz sieht vor, dass Büros, Werkstätten und andere Arbeitsstätten nur von geimpften, genesenen oder getesteten Menschen betreten werden dürfen. Arbeitgebende sollen dazu verpflichtet sein, entsprechende Nachweise zu kontrollieren und zu dokumentieren.

3G: Impfquote und Sicherheit am Arbeitsplatz sollen erhöht werden

Die Befürworter*innen der Maßnahmen nannten als Gründe den besseren Schutz aller Mitarbeitenden vor Ort (89 Prozent) sowie die Hoffnung auf eine höhere Impfquote (49 Prozent), so die Handelskammer. 16 Prozent der Unternehmen hätten sich sogar für ein 2G-Modell (nur geimpfte und genesene Menschen zugelassen) ausgesprochen. „Die große Zustimmung zu den 3G-Maßnahmen zeigt, dass die Hamburger Wirtschaft bereit ist, große Verantwortung in dieser Krise zu tragen“, sagt Malte Heyne, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer. „Aber es gibt auch Bedenken, was die Kontrollen der Impf-, Genesenen- und Testnachweise und den erhöhten Dokumentationsaufwand angeht.“

Die Politik müsse nun Wege für die unbürokratische Integration der Maßnahmen in den Arbeitsalltag schaffen, so Heyne weiter. Der Umfrage zufolge befürchtet mehr als die Hälfte der Unternehmen eine aufwendige Kontrolle von Impf-, Genesenen- und Testnachweisen. Als Gründe gegen die Einführung der 3G-Regelung seien der erhöhte Druck auf Ungeimpfte sowie mögliche Unruhe zwischen geimpften und ungeimpften Mitarbeitenden genannt worden.
tn/sb/kk